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LESERBRIEF: Warum Preisbindungen fĂŒr sozial-gesellschaftlich wertvolle Produkte Sinn machen

Die sogenannte Monoplkomission der EU hat nunmehr die Abschaffung der Preisbindung bei BĂŒchern in Deutschland gefordert.

Hierauf reagierte die Kultur-StaatssekretĂ€rin Monika GrĂŒtters mit dem Statement „fassungslos“, da die jahrelangen BemĂŒhungen der Bundesregierung, „einen unabhĂ€ngigen Buchhandel durch feste Buchpreise und somit die literarische Vielfalt zu schĂŒtzen“ unterhöhlt wĂŒrden.

Diese den Buchhandel lobenswert unterstĂŒtzende Einstellung des Staates wĂŒrde ich mir auch fĂŒr die deutschen Apotheken wĂŒnschen.

Aber anscheinend gehen Individual-Apotheken vor Ort der Politik und auch den Krankenkassen am Allerwertesten vorbei, indem regelrecht zur Steuerflucht nach Holland aufgerufen wird. Dort werden statt der in Deutschland zu Buche schlagenden 19% MWSt. nur 6% auf Medikamente erhoben.

Übrigens bewertet die EU-Monopolkomission das von den deutschen Apotheken geforderte Versandhandels-Verbot von verschreibungspflichtigen Medikamenten als „schweren Eingriff“ und daher als absolut negativ.

Hierzu hört man seitens des Gesundheitsministeriums bisher aber leider nichts.

Dr. Detlef Eichberg
Apotheke LĂŒtzelbach
apo.luetzelbach@t-online.de