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Zahl des Monats Februar

Das Rebhuhn gehört in Deutschland zu den besonders gefĂ€hrdeten WiesenbrĂŒterarten. Foto: Manfred Vogt

Die Wetterau ist in Deutschland Spitzenreiter bei der Rettung besonders gefĂ€hrdeter RebhĂŒhner

WETTERAUKREIS / FRIEDBERG. - Im Jahr 2024 lag die Dichte der RebhĂŒhner in der Verbundregion Gießener Land und Wetterau laut „Rebhuhnmonitoring“ bei 4,99 RebhĂŒhnern je 100 Hektar LandwirtschaftsflĂ€che. Damit ist die Region Spitzenreiter unter allen Förderregionen des Bundesprogramms „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“.

12.293 Hektar umfasst die Verbundregion Gießener Land und Wetterau, in der das Rebhuhnmonitoring stattfin-det, davon liegen etwa 75 Prozent in der Wetterau. Das Fördergebiet umfasst allerdings nicht den kompletten Wetteraukreis.

Im Rahmen des Bundesprojektes wurden von den Akteuren ĂŒber 460 RebĂŒhner in der Wetterau gezĂ€hlt. „Der tatsĂ€chliche Wert ist sogar noch um ein Vielfaches höher“, erlĂ€utert Max Mohr, der in der Wetterau das Bundesprogramm „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ betreut.

Im Gegensatz zu anderen Regionen in Deutschland ist der Rebhuhnbestand im Wetteraukreis seit Beginn des Monitorings bestĂ€ndig steigend. Und das, obwohl das Rebhuhn bundesweit eine der besonders gefĂ€hrdeten WiesenbrĂŒterarten ist.

Dass sich der Bestand im Wetteraukreis so positiv entwickelt, lĂ€sst sich auf vier Besonderheiten in der Region zurĂŒckfĂŒhren. Zum einen hat der Wetteraukreis eine einzigartige landschaftliche Lage, sodass die RebhĂŒhner hier auf ideale klimatische Bedingungen stoßen.

UnterstĂŒtzt wird dies durch ein nachhaltiges FlĂ€chenmanagement, bei dem die Verantwortlichen im Wetteraukreis gemeinsam mit den Landwirten fĂŒr eine lebensraumaufwertende Umgebung fĂŒr die RebhĂŒhner sorgen.

Hinzu kommt drittens ein gezielter Schutz vor Fressfeinden in den besonders dicht von RebhĂŒhnern besiedelten Gebieten. Und viertens gibt es eine Futternothilfe, die vor allem in Monaten und Jahren mit besonders knappem Nahrungsangebot Wirkung zeigt.

„Außerdem haben wir in der Wetterau eine sehr gut funktionierende Kooperation zwischen Behörden, Land- und Forstwirtschaft, JĂ€gern und NaturschĂŒtzern, die zur Rettung bedrohter Arten maßgeblich beitrĂ€gt“, so Maximilian Mohr.