Einsatzbefehl des Landes: Kommunale Notunterkunft entsteht derzeit in Nidda
WETTERAUKREIS / NIDDA. - Mit Einsatzbefehl aus dem Hessischen Innenministerium ist der Wetteraukreis als Untere Katastrophenschutzbehörde Mitte der Woche kurzfristig angewiesen worden, bis zum Samstag, 12. MĂ€rz, um 14 Uhr eine Notunterkunft fĂŒr bis zu 1000 Menschen zu schaffen.
Die Einrichtung der kommunalen Notunterkunft als Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen (EAEH) am Schulzentrum in Nidda lÀuft entsprechend derzeit auf Hochtouren.
Eingerichtet wird die Notunterkunft von Einheiten des Wetterauer Katastrophenschutzes, konkret von ehrenamtlichen Helfern der Feuerwehren (LöschzĂŒge aus Nidda, Florstadt, Bad Vilbel und Gedern) sowie dem SanitĂ€tszug des Maltester Hilfsdienstes aus Butzbach und Altenstadt.
Der Betrieb wird vorerst durch den Bereich des SanitÀts- und Betreuungsdienstes sichergestellt, getragen von einer Arbeitsgemeinschaft der Wetterauer Hilfsorganisationen.
Die Arbeitsgemeinschaft besteht aus der Johanniter-Unfall-Hilfe, dem Arbeiter-Samariter-Bund, dem Malteser Hilfsdienst und dem Deutschen Roten Kreuz.
Ein Parallelbetrieb mit der bisherigen zentralen Anlaufstelle fĂŒr FlĂŒchtlinge aus der Ukraine in Friedberg kann daher nicht mehr aufrechterhalten werden.
Mit der Eröffnung der kommunalen Notunterkunft in Nidda wird daher die bisherige zentrale Anlaufstelle in der Friedberger Sporthalle am Seebach ab dem morgigen Samstagvormittag geschlossen.
Erste Anlaufstelle fĂŒr FlĂŒchtlinge aus der Ukraine, die im Wetteraukreis keine private Anlaufstelle bei Bekannten, Verwandten oder ĂŒber StĂ€dte und Gemeinden haben, ist nach Vorgaben des Landes grundsĂ€tzlich die EAEH in GieĂen (Adresse: RödgenerstraĂe/Ecke LufthansastraĂe in 35394 GieĂen).
Nach aktuellem Kenntnisstand werden die Personen dort auslĂ€nderrechtlich erfasst, bei Bedarf medizinisch erstversorgt und dann, je nach KapazitĂ€t, zunĂ€chst in die kommunalen NotunterkĂŒnfte verlegt, die als eine ErgĂ€nzung zu den bisherigen Standorten der EAEH vorgesehen sind.
Es wird weiter davon ausgegangen, dass die FlĂŒchtlinge dann nur wenige Tage in den EAEH in Nidda bleiben werden und dann durch das Land hessenweit den Landkreisen zugewiesen werden.
UnabhĂ€ngig von der Einrichtung der Notunterkunft werden ĂŒber die Wohnungsbörse des Wetteraukreises weiterhin abgeschlossene Wohneinheiten und HĂ€user fĂŒr FlĂŒchtlinge vermittelt.
Informationen und Ansprechpartner fĂŒr weitere Anliegen stehen auf der Webseite zur VerfĂŒgung: https://wetteraukreis.de/aktuelles/ukraine.