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Wieder politische Gewalt in Hessen und der Wetterau: „Wo bleibt der Aufschrei?“

FRIEDBERG. - „In der Nacht des 28. Januar wurde das Haus unseres engagierten Kreistagsmitglieds Cornelia Marel in Friedberg beschmiert. Es handelt sich dabei ,nur‘ um SachbeschĂ€digung, also Gewalt gegen Sachen. Aber wie lange noch, bis Gewalt gegen Menschen folgt?“, fragt der Kreisverband Wetterau der AfD.

Diese Eskalation habe am vergangenen Samstag in Neu-Isenburg bereits stattgefunden als linksextreme GewalttĂ€ter viele Teilnehmer der AfD-Wahlkampfveranstaltung in der Hugenottenhalle körperlich angegriffen und verletzt hĂ€tten, „von den Pöbeleien und SachbeschĂ€digungen am Veranstaltungsort ganz zu schweigen“.

Hierzu Ă€ußert sich der Kreis- und Ko-Landessprecher der AfD, Andreas Lichert: „Die dem Wahlkampf geschuldete Hysterie ĂŒber Migrationspolitik der letzten Tage hat zu einer gefĂ€hrlichen Eskalation gefĂŒhrt. Politische Gewalt ist in einer Demokratie ein absolutes ,No-Go‘.

Die selbsternannten BeschĂŒtzer von Demokratie und Vielfalt haben sich durch ihre GewalttĂ€tigkeit entlarvt und ihr antidemokratisches Gesicht gezeigt.

Wer mit Gewalt oder der Drohung damit andere an der Wahrnehmung ihrer demokratischen Rechte hindern will, begeht nicht nur eine Straftat, sondern offenbart sich als Feind der Demokratie und nutzt genau die faschistischen Methoden, die vermeintlich bekÀmpft werden sollen.

BĂŒrgermeister Dahlhaus und Landrat Weckler wurden von der Betroffenen direkt informiert. Wo bleiben die öffentlichen Stellungnahmen zu diesem Gewaltakt?

Es ist eine Frage der GlaubwĂŒrdigkeit, dass sich die gewĂ€hlten AmtstrĂ€ger aber auch Fraktionen im Kreistag und der Stadtverordnetenversammlung in Friedberg unzweideutig von jeglicher politischer Gewalt und den TĂ€tern zu distanzieren.

Es im Falle eines AfD-Mitglieds zu unterlassen, zeugt von Doppelmoral und der Teilung der Gesellschaft in BĂŒrger erster und zweiter Klasse und genau diese Ungleichbehandlung ist im Lichte der deutschen Geschichte fĂŒr jeden Demokraten untragbar.

Der ,Nazi-Vorwurf‘ gegen die AfD ist grĂ¶ĂŸtmögliche Verharmlosung der historischen wie heutigen Nazis, die es ja tatsĂ€chlich gibt, siehe NSU, aber nicht in der AfD. DarĂŒber hinaus werden dadurch auch die Opfer der Nazis fĂŒr parteipolitische Ziele instrumentalisiert und das ist Schande und Skandal zugleich!“