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Limesradweg wird ausgebaut: Weitere Bauabschnitte in Florstadt und Altenstadt eingeweiht

Michael Schuchard (Bauleiter der bauausfĂŒhrenden Firma), Planer Dr. Wulf RĂŒthrich, Peter HĂŒnner (Sachbearbeiter Radverkehr in der Kreisverwaltung), Landrat Jan Weckler, Christian Sperling (Fachbereichsleiter Regionalentwicklung und Umwelt in der Kreisverwaltung), BĂŒrgermeister Norbert Syguda und BĂŒrgermeister Herbert Unger (von links nach rechts).

WETTERAUKREIS / ALTENSTADT / FLORSTAADT. - Gemeinsam mit den BĂŒrgermeistern Norbert Syguda (Altenstadt) und Herbert Unger (Florstadt) hat Landrat Jan Weckler einen weiteren Abschnitt des Limesradweges am heutigen Mittwoch, 19. September, eingeweiht.

Insgesamt wurden sechs Streckenabschnitte mit einer GesamtlĂ€nge von 2,7 Kilometern als drei Meter breiter Asphaltweg mit Banketten rechts und links ausgebaut. Zudem wurde die NidderbrĂŒcke bei Altenstadt-Oberau ertĂŒchtigt und die Auffahrtsrampen ausgebaut.

Der Ausbau und die Neuausweisung der StreckenfĂŒhrung mit Beschilderung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Kommunen Altenstadt, Florstadt und des Wetteraukreises.

Der Wetteraukreis ĂŒbernahm dabei die nicht förderfĂ€higen Vorplanungskosten sowie die Planung der neuen StreckenfĂŒhrung, KostenschĂ€tzungen, Baugrunduntersuchungen und die VertrĂ€glichkeitsprĂŒfungen zum Natur- und Artenschutz.

Zudem wurden die Genehmigungsunterlagen und der Förderantrag erstellt. Die BaudurchfĂŒhrung ĂŒbernahm die Gemeinde Altenstadt fĂŒr beide Kommunen auf dem gesamten Bauabschnitt.

Investitionskosten 700.000 Euro

Rund 700.000 Euro wurden fĂŒr diesen Ausbauabschnitt des Limesradweges investiert. 75 Prozent der zuwendungsfĂ€higen Ausgaben konnten durch Zuwendungen von Land und Bund realisiert werden. Der Eigenanteil der Gemeinde Altenstadt betrug rund 140.000 Euro, der Eigenanteil der Stadt Florstadt 100.000 Euro.

Mit der Bauleitung, der BauĂŒberwachung und der Abnahme wurde das BĂŒro Cooperative betraut, das seit Jahren schon Radverkehrsprojekte fĂŒr den Wetteraukreis erfolgreich abwickelt. Besonders dankte Landrat Wecker dem Behindertenbeauftragten der Stadt Florstadt, Richard Klein und Sabine Schubert vom Bauamt der Gemeinde Altenstadt fĂŒr deren UnterstĂŒtzung.

RastplÀtze mit Aussicht

Neben dem Ausbau der Strecke wurden an zwei besonders attraktiven Stellen RastplÀtze angelegt mit BÀnken, Tischen und FahrradstÀnder. Am ersten Rastplatz, am Waldkindergarten bei Altenstadt, wurde denn auch der Radweg offiziell eröffnet.

Der Rastplatz liegt in unmittelbarer NĂ€he zum historischen Limesverlauf und bietet einen wunderbaren Blick ĂŒber die Nidderaue. Trefflich rasten lĂ€sst es sich auch am Waldrand oberhalb von Stammheim. Von dort genießen die Radlerinnen und Radler einen herrlichen Blick auf die Niddaaue und die Horloffsenke.

Besonders attraktiv ist, dass im Waldgebiet zwischen den beiden RastplÀtzen der Verlauf des Limeswalles noch deutlich im GelÀnde zu erkennen ist. Er verlÀuft als baumbewachsener Erdwall, etwa 80 Meter östlich des neu ausgebauten Limesradweges.

Radeln am Weltkulturerbe

Der Limesradweg fĂŒhrt entlang des 2005 als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichneten Obergermanisch-Raetischen Limes. Der östliche Abschnitt des Limesradweges im Wetteraukreis beginnt an der Kreisgrenze im SĂŒden bei Limeshain-Rommelhausen und verlĂ€sst den Kreis im Norden bei Nidda-Unter-Widdersheim.

Der östliche Abschnitt hat eine StreckenlĂ€nge von 33 Kilometern und ist jetzt nach der Fertigstellung durchgĂ€ngig auf vollbefestigter OberflĂ€che befahrbar mit Ausnahme der ersten Kilometer, die im Wald bei Rommelhausen auf einem Schotterweg zurĂŒckgelegt werden mĂŒssen.

Landrat Jan Weckler bezeichnete den Limesradweg als wichtigen Baustein bei der touristischen Infrastruktur fĂŒr den Wetteraukreis als Verbindung zwischen Vulkanradweg und Niddaradweg.

„Der Limesradweg ist aber auch fĂŒr den Alltagsverkehr gut zu benutzen und passt sich hervorragend in die Radwegeinfrastruktur der Wetterau ein.

Mit ĂŒber 1.000 Kilometern Radwegen, die oft auf land- und forstwirtschaftlichen Wegen verlaufen, ist die Wetterau gut geeignet, um das Fahrrad nicht nur in der Freizeit, sondern auch fĂŒr den Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkauf zu nutzen. Das wollen wir kĂŒnftig noch stĂ€rker in den Fokus nehmen“, so Landrat Jan Weckler.