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UnterstĂŒtzung fĂŒr Alten- und Pflegeeinrichtungen

Landrat Jan Weckler bei der BegrĂŒĂŸung der Soldatinnen und Soldaten im BĂŒrgerhaus Florstadt.

Bundeswehrsoldaten im Wetteraukreis im Einsatz

WETTERAUKREIS / FLORSTADT. - 54 Soldatinnen und Soldaten des AufklĂ€rungsbataillons 7 aus Ahlen in Westfalen sind am Mittwoch, 10. Februar, in Friedberg eingetroffen, ihre Aufgabe: Alten- und Pflegeeinrichtungen im Wetteraukreis zu unterstĂŒtzen.

Landrat Jan Weckler begrĂŒĂŸte die Soldatinnen und Soldaten im BĂŒrgerhaus in Florstadt. „Wir sind froh, Sie bei uns zu haben! Die Alten–und Pflegeeinrichtungen im Wetteraukreis warten auf Ihre Hilfe in dieser fĂŒr uns alle sehr schweren Zeit.

Sie gehen gegen einen Feind vor, der unsichtbar ist und unterstĂŒtzen uns an einer sehr empfindlichen Stelle. Gerade die Alten– und Pflegeheime waren in den vergangen Wochen und Monaten besonders stark durch das Virus betroffen.

Dort, wo wir AusbrĂŒche in den Einrichtungen hatten, sind leider im VerhĂ€ltnis auch viele Menschen gestorben. Durch die UnterstĂŒtzung der Einrichtungen bei den verpflichtenden Testungen wollen wir erreichen, dass das Virus nicht wieder oder erst ĂŒberhaupt nicht in die Eirichtungen kommt.“

Angenehm ist der Test nicht, aber ein akzeptabler Preis fĂŒr mehr Sicherheit

Nach der BegrĂŒĂŸung durch den Landrat und ĂŒbernahm Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs eine erste Einweisung. „Wir mĂŒssen sicherstellen, dass die Abstriche tatsĂ€chlich auch ordnungsgemĂ€ĂŸ verlaufen. Wir haben in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass gerade bei den Schnelltests auch falsche negative Ergebnisse erzeugt werden, weil die Tests nicht richtig durchgefĂŒhrt wurden“, so Amtsarzt Dr. Merbs.

Um einen realistischen Abstrich machen zu können, muss der Tupfer hinter dem Gaumensegel an die Rachenwand gefĂŒhrt werden und dort fĂŒr mehrere Sekunden gedreht werden. Das ist fĂŒr die getesteten Personen sehr unangenehm, weil es einen WĂŒrgereiz hervorrufen kann. „Das ist völlig normal und zeigt, dass an der richtigen Stelle abgestrichen wurde“, erklĂ€rt der Mediziner.

Danach erfolgt der Test ĂŒber die Nase. Auch hier wird das ProbestĂ€bchen tief eingefĂŒhrt, was zu trĂ€nenden Augen fĂŒhren kann. Auch das sei völlig normal und ein natĂŒrlicher Reflex.

„Nur wenn die Proben vorschriftsmĂ€ĂŸig gezogen werden, können wir tatsĂ€chlich sicherstellen, dass wir ein korrektes Untersuchungsergebnis bekommen.“ Angenehm ist das nicht, das haben auch die Testpersonen gespĂŒrt, aber es ist ein akzeptabler Preis fĂŒr die Sicherheit der Betroffenen.

Danach erfolgte die konkrete Schulung der Soldatinnen und Soldaten fĂŒr ihre Aufgabe. Diese Aufgabe ĂŒbernehmen Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes. In den nĂ€chsten drei Wochen sollen die Soldaten Besucherinnen und Besucher und das Personal in den Pflegeeinrichtungen regelmĂ€ĂŸig testen.

Der Einsatz der Bundeswehr ist zunĂ€chst einmal fĂŒr drei Wochen terminiert. „Ich hoffe, dass der Einsatz verlĂ€ngert werden kann, wenn es die Situation erfordert“, sagte abschließend Landrat Jan Weckler.