Dank und Anerkennung fĂŒr die Bundeswehr

Im Beisein des KVK Wetterau und des FĂŒhrungsstabes wird Markus Seum (Nidda) von Oberstleutnant d. R. MeiĂner und Landrat Weckler zum Major befördert. Foto: Pressedienst Wetteraukreis
WETTERAUKREIS / FRIEDBERG / NIDDA. - Zu einer Abschlussbesprechung des Corona-Einsatzes der Bundeswehr im Wetteraukreis hatte Landrat Jan Weckler kĂŒrzlich in die Kreisverwaltung eingeladen.
âSie haben unsere BemĂŒhungen in der BekĂ€mpfung der Pandemie entscheidend unterstĂŒtzt und zum Erfolg beigetragenâ, war zusammengefasst sein Lob. Im Zuge der Besprechung wurde ein Mitglied des Wetterauer Kreisverbindungskommandos (KVK) zum Major befördert.
Das KVK war fast komplett anwesend, als Landrat Jan Weckler den Mitte des Monats zu Ende gegangenen Einsatz der Bundeswehr Revue passieren lieĂ.
Mit dabei war auch der FĂŒhrungsstab des Wetteraukreises, der alle Fachkompetenzen der Gefahrenabwehr bĂŒndelt: AmtsĂ€rztliche Aufsicht und öffentlicher Gesundheitsdienst, Brandschutzaufsicht, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Zentrale Leitstelle.
Knapp viereinhalb Monate waren seit Februar diverse Einheiten der Bundeswehr im Wetteraukreis zur UnterstĂŒtzung bei der BekĂ€mpfung der Corona-Pandemie aktiv.
Anfangs ging es um die Hilfe bei den Schnelltests in den Alten- und Pflegeheimen; ab April galt es, bei der Kontaktpersonen-Nachverfolgung zu helfen.
Bei den Schnelltests waren Kontingente der PanzeraufklÀrer aus Ahlen (NRW) und Logistiker aus Delmenhorst in der Wetterau stationiert, bei der Kontaktnachverfolgung half ein FeldjÀger-Kontingent aus Fritzlar und Mainz.
Die Anzahl der Soldatinnen und Soldaten verringerte sich im Laufe des Geschehens von anfangs 54 auf letztlich zwölf. Rund 145.000 Euro hat der Wetteraukreis fĂŒr diesen Einsatz aufgewandt, die nun mit dem Landeskommando Hessen abgerechnet werden.
Landrat Jan Weckler bedankte sich fĂŒr die UnterstĂŒtzung der Bundeswehr. Nachdem im Wetteraukreis eigentlich keine âBundeswehr-Traditionâ geherrscht habe, sei der Einsatz der drei Bundeswehrkontingente ein Novum gewesen.
âSie haben uns an entscheidender Stelle sehr geholfen und uns unterstĂŒtzt. Dank Ihrer Hilfe konnten wir in Zusammenarbeit mit eigenem und abgeordnetem Personal die Pandemie meisternâ. Diese EinschĂ€tzung bestĂ€tigten Dr. Reinhold Merbs und JĂŒrgen Nickel vom Fachbereich Gesundheit und Bevölkerungsschutz.
Oberstleutnant der Reserve Thomas MeiĂner bedankte sich als Leiter des KVK im Namen seiner Kameraden fĂŒr die hervorragende Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung des Wetteraukreises.
Im Rahmen des Bundeswehreinsatzes hat das KVK ein kleines âgemeinsames Lagezentrumâ errichtet, vom dem aus alle AktivitĂ€ten im Kreisgebiet und die Kommunikation zum Landeskommando Hessen gesteuert wurde.
Durch die wochenlange gemeinsame Zusammenarbeit habe man die jeweiligen Strukturen noch besser kennengelernt â aus zunĂ€chst âgrauer Theorieâ wurde sehr gute und funktionierende Praxis.
Im Rahmen der Abschlussbesprechung wurde Hauptmann der Reserve Markus Seum aus Nidda vom Leiter des KVK unter âAssistenzâ des Landrates zum Major befördert. Sicherlich auch als Anerkennung der geleisteten Dienste im Rahmen des Einsatzes im KVK Wetterau.