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Bienenseuche breitet sich aus

Die Karte zeigt den gesamten, nun erweiterten Sperrbezirk.

WETTERAUKREIS / GELNHAAR. - Mitte April wurde in einem Bienenbestand im Ortenberger Stadtteil Gelnhaar die Amerikanische Faulbrut der Bienen festgestellt.

Bei der amtlichen Beprobung des eingerichteten Sperrbezirks ist nun der Befall von weiteren Völkern nachgewiesen worden.

Wie Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Becker-Bösch nun erlÀutert, muss der Sperrbezirk entsprechend erweitert werden um eine weitere Verbreitung der Bienenseuche zu verhindern.

Die Amerikanische Faulbrut ist eine bakterielle Infektion, die durch das Bakterium Paenibacillus larvae hervorgerufen wird.

Dessen Dauerform, die Sporen, werden von Bienen mit dem Futterhonig an die Maden weitergegeben.

Da die Sporen gegenĂŒber Ă€ußeren EinflĂŒssen eine große WiderstandsfĂ€higkeit besitzen, sind sie lange Zeit infektionsfĂ€hig. Sie ĂŒberstehen selbst hohe Temperaturen gut und ĂŒberleben im Honig auch lĂ€ngeres Erhitzen.

Da die Amerikanische Faulbrut zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten fĂŒhrt, mĂŒssen Maßnahmen ergriffen werden um eine Ausbreitung zu verhindern und die Seuche zu bekĂ€mpfen. Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch erklĂ€rt:

„Wir mussten den Sperrbezirk erweitern, da nun der Befall von weiteren Völkern nachgewiesen wurde. Er umfasst nun neben der Gemarkung Gelnhaar die gesamte Gemarkung Usenborn.“

Zudem sind Bienenhalter im Sperrbezirk dazu aufgefordert, umgehend den genauen Standort und die Anzahl der Bienenvölker dem Fachdienst VeterinÀrwesen, Infektions- und Verbraucherschutz des Wetteraukreises mitzuteilen.

Eine Verbringung von Bienenvölker aus dem oder in den Sperrbezirk ist verboten. Durch eine amtstierÀrztliche Untersuchung werden, so die Gesundheitsdezernentin, alle Bienenvölker und BienenstÀnde im Sperrbezirk auf die amerikanische Faulbrut untersucht.

Die Aufhebung des Sperrbezirks erfolgt nach erfolgreicher BekĂ€mpfung der Seuche und der anschließenden Nachuntersuchung aller verbliebenen Bienenvölker. Eine Gefahr fĂŒr den Menschen besteht nicht. Auch der menschliche Verzehr von Honig ist unbedenklich.

FĂŒr Fragen steht der Wetteraukreis, Fachdienst VeterinĂ€rwesen, Infektions- und Verbraucherschutz gerne zur VerfĂŒgung, Telefon: 06031 83-2401, E-Mail: veterinaeramt(at)wetteraukreis.de.