Die Energiewende fest im Blick
Energiewendemonitor macht Erzeugung erneuerbarer Energien im Kreis transparentODENWALDKREIS / ERBACH. - Der Ausbau der erneuerbaren Energien im Odenwaldkreis ist in vollem Gange: Kreis und Kommunen, Betriebe sowie Privatpersonen investieren kontinuierlich in neue, zukunftsfähige Anlagen zur Stromerzeugung und fördern somit den Wechsel zu einer dezentralen Versorgung mit umweltfreundlicher Energie.
Die in Darmstadt ansässige Entega AG macht mit einer eigens entwickelten digitalen Daten-Plattform den Stand der Energiewende in ihrem Versorgungsgebiet transparent.
Der sogenannte Energiewendemonitor zeigt online auf einen Blick, wie viel regenerative Energie aus Sonne, Wind und Wasser erzeugt wird und stellt der Erzeugung den Stromverbrauch der privaten Haushalte, Gewerbe und Industrie gegenüber.
Die Daten aktualisieren sich im 15-Minuten-Rhythmus und bilden damit die Echtzeit ab. Auf der gleichsam anschaulichen wie informativen Plattform werden Daten zusammengeführt, ohnehin erhoben werden – personenbezogene Daten werden grundsätzlich nicht gesammelt.
Der Darmstädter Energieversorger entwickelte das Digitalisierungsprojekt im Rahmen der „Smart Region Initiative Rhein-Main-Neckar“ und ist damit Vorreiter: Bis dato gibt es in Hessen eine derartige digitale Übersicht über Energieströme in einem Versorgungsgebiet noch nicht.
„Mit dem Instrument des Energiewendemonitors möchten wir die Öffentlichkeit weiter sensibilisieren und zeigen, wo wir aktuell stehen“, erklärt der Klimaschutzmanager des Odenwaldkreises, Markus Linkenheil.
Derzeit liege die Eigenversorgungsrate meist zwischen 40 bis 50 Prozent, im August 2022 wurde die Stromerzeugung gemäß Auswertung zu 41 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen abgedeckt.
Damit ist die Bilanz des Kreises besser als im kompletten südhessischen Raum, der sich derzeit zu gut 20 Prozent selbst mit regenerativen Energien versorgen kann.
„Wir möchten unser Ergebnis natürlich stetig verbessern. Der Energiewendemonitor hilft uns dabei, diese Entwicklung nachvollziehen zu können und gleichzeitig transparent zu machen“, führt Linkenheil weiter aus.
Abrufbar ist der Energiewendemonitor unter: https://energiewendemonitor.entega.ag/odenwaldkreis.